Pressemeldungen
Fr, 30.10.2009Emmauskirche im Mittelpunkt der Gemeinde
Visbek/Sudargas - Die Partnerschaft mit der Gemeinde Sudargas steht im Mittelpunkt des Litauensonntags der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Visbek-Langförden am Sonntag (1. November) ab 10.15 Uhr in der Visbeker Emmauskirche.
In dem besonderen Gottesdienst mit Chor und Instrumentalisten, der zeitgleich mit dem in der Emmauskirche in Sudargas gefeiert wird, wird es eine "alternative" Predigt geben zum Thema Litauen und zum Reformationstag. Nach dem Gottesdienst ist die Gemeinde ins Gemeindehaus eingeladen, wo Essen und Trinken sowie aktuelle Informationen aus der Partnergemeinde in Litauen geboten werden.
Mit großem Aufwand ist in den vergangenen Monaten die Emmauskirche in Sudargas renoviert worden. Hartmut Ramke vom Verein "Hilfe für Sudargas" war in diesem Jahr zweimal in Litauen und berichtet von der erfolgreichen Sanierung. "Der Westgiebel war einsturzgefährdet", erzählt er. Der Putz sei abgefallen, das Gebälk völlig morsch und verrottet gewesen.
"Unser Notschrei wurde erhört", freut sich Pastor Wilfried Scheuer. Was sonst lange dauere, sei diesmal sehr schnell gegangen. Dank der Unterstützung durch das Gustav-Adolf-Werk und den Martin-Luther-Bund und durch den Einsatz des Fördervereins sei die Finanzierung in nur einem Monat geregelt gewesen. "Die Emmauskirche wurde rundum saniert. Neben dem neuen Giebel wurde das ganze Gebäude Energie sparend isoliert", berichtet Ramke. Dabei habe es viele Helfer gegeben. Siegfried Weber, Fachmann für die Sanierung, habe sogar Urlaub genommen, um die Arbeiten in Sudargas zu leisten. Ebenso Wolfgang Brackland, der den Transporter mit den Hilfsgütern nach Litauen gefahren habe. Material- und Geldspenden seien aus Visbek gekommen. In Sudargas habe die ganze Gemeinde , "und nicht nur die evangelischen Christen", so Scheuer, Geld gespendet. Und viele Eigenleistungen seien eingebracht worden.
"Jetzt ist die Emmauskirche in Sudargas sogar in einem besseren Zustand als in Visbeker Zeiten", freut sich Pastor Scheuer. "Das hat Bestand." Damals seien die alten Visbeker Balken wieder verwendet worden, weil gespart werden musste. Jetzt sei nicht nur der Westgiebel erneuert, sondern außerdem das ganze Gotteshaus isoliert und neu gestrichen. Mittlerweile werde die Emmauskirche von vielen, auch deutschen Gruppen besichtigt. "Sie steht im Mittelpunkt der Gemeinde", weiß Ramke zu berichten. In ihr würden Schulgottesdienste abgehalten und Kunstausstellungen geboten, außerdem viele ökumenische Veranstaltungen, weil die katholische Gemeinde wenig Räume zur Verfügung habe.
Oldenburgische Volkszeitung 30.10.2009, G. Lauer

