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Fr, 24.09.2010Neue ViLa-Stiftung soll helfen, "die Kirche im Dorf zu lassen"

Der Beraterkreis der neuen Stiftung:(von links) Gerd Bahlmann, Otto Sandkuhl, Doris Fangmann, Hartmut Ramke, Pastor Wilfried Scheuer, Günter Nyhuis, Elisabeth Wilms-Schulze Kump und Günther Aden. Es fehlt Dieter Meyer
Mit einem Grundstock von 10.000 Euro startet am 3. Oktober die Kirchenstiftung der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Visbek-Langförden, kurz ViLa. "ViLa steht für die beiden Ortsbezeichnungen Visbek und Langförden", erläutert Pastor Wilfried Scheuer. "Damit wollen wir auch nach außen hin von Beginn an unterstreichen, dass jeder Euro aus dem Ertrag der Stiftung in der Kirchengemeinde Visbek-Langförden bleibt."
Die Idee zu einer Stiftung sei innerhalb eines Jahres von einem ehrenamtlichen Beraterkreis entwickelt worden, nachdem die Kirchengemeinde eine private Spende über 10.000 Euro erhalten habe. Darüber hinaus sei jeder willkommen, sich zu beteiligen. "Je höher das Stiftungskapital ist, desto höher die jährlichen Zinsen, die für Projekte in der Gemeinde ausgegeben werden können", so Scheuer. Und er betonte: "Uns ist die Rentnerin mit 20 Euro ebenso lieb wie ein Unternehmer mit 1000 Euro." Er könne sich aber auch vorstellen, dass Menschen aus Anlässen wir goldenen Hochzeiten oder Jubiläen auf Geschenke verzichten nach dem Motto: "Wir haben doch schon alles." Auch so könnte die Stiftung aufgestockt werden, sagt Scheuer.
Einer der Beweggründe für eine Stiftung sei die Tatsache, dass Mittel aus Kirchensteuern zurückgehen, so der Pastor. Die Kirchengemeinde möchte aber alles daran setzen, dass "die Kirche im Dorf bleibt", und das Leben in der Gemeinde so reich wie möglich gestalten. Die Erträge sollten laut Satzung unter anderem in Angebote für Kinder und Jugendliche, in lebendige Gottesdienste, in die Seelsorge vor Ort, in die Erhaltung der Kirchen und in Angebote für ältere und alte Menschen fließen. "Selbst, wenn eines Tages Gemeinden zusammengelegt werden sollten, ist gewährleistet, dass das Geld in Visbek und Langförden bleibt", versichert Scheuer. Der Stiftungsrat setzt sich zusammen aus Gemeindekirchenrat und den berufenen Mitgliedern Otto Sandkuhl (Rechterfeld) und Günter Nyhuis (Langförden). Vorsitzende sind Pastor Scheuer und Nyhuis. Treuhänderisch verwaltet wird die Stiftung von der Volksbank Visbek.
Im Erntedankgottesdienst am Sonntag (3. Oktober) ab 10.15 Uhr in der Emmauskirche (auch für Langförden) soll die Stiftung vorgestellt werden. Danach kann jeder, der möchte, bis zum 31. Oktober "Gründungsmitglied" der Stiftung werden. Am 1. November wird der offizielle Stiftungsstock bekannt gegeben.
Oldenburgische Volkszeitung 24.09.2010
