Die Visbeker Wandteppiche und ihre Geschichte

Wandteppiche von Annelie Machschefes
Wandteppiche von Annelie Machschefes

Im Gemeindekirchenrat entstand die Idee, die schmucklosen Klapptüren des Altars der Diasporakapelle besonders zu gestalten. Der Besuch Pastor Bergners im Nordischen Museum in Schweden, sowie private Kontakte waren ausschlaggebend für die Beauftragung der international bekannten Webkünstlerin Frau Annelie Machschefes, die Gestaltung der Holztüren vorzunehmen. Frau Machschefes kam als deutsche Emigrantin nach Stockholm. Nach dem zweiten Weltkrieg war sie die erste Heimleiterin des Schwedenheimes in Cloppenburg. Auf eigenem Erleben ist ihr die Situation der Vertriebenen vertraut.

 

So schuf Frau Machschefes zwei Wandteppiche, die auf die Geschichte der Visbeker evangelischen Kirchengemeinde zugeschnitten sind. Sie sind aus echtem schwedischen Gobelingarn gefertigt und haben eine Größe von je 0,75 x 1,58 Metern. Beide Teppiche wurden nach zweijähriger Arbeit (an einem Acht-Stunden-Tag schafft man etwa soviel Gewebe, wie eine Hand bedecken kann) von der Webkünstlerin Annelie Machschefes beim Gemeindetag am 2. Juli 1978 während des Festgottesdienstes der Kirchengemeinde übergeben und von Bischof Harms geweiht.

 

Das Thema, das ihr vorgegeben war, ist das Trostwort aller Emigranten und Heimatvertriebenen:

 

"Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir."

Hebr. 13, Vers 14

 

Wandteppiche und Deutung zusammen sind ein bleibendes Geschenk der Künstlerin aus Schweden, die einst in Deutschland ihre Heimat hatte, an eine Gemeinde, deren Glieder auch ihre Heimat verloren haben. Die beiden Teppiche werden für den Betrachter immer Anstoß zum Überdenken der menschlichen Existenz sein.

 

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